Danke an alle Menschen, die andere Menschen in einer schwierigen Zeit begleiten.

Danke an alle Menschen

besonders an die Menschen, die andere Menschen in einer schwierigen Zeit begleiten.

Die Angehörigen, die Pflegenden, die, die sich kümmern, sind oft unsichbare Diener im Hintergrund.
Stets am Ball, ohne sich in den Vordergrund zu rücken.
Immer Stärke zeigen, wenn es darauf ankommt. Die Schulter, das Herz, das rechte Wort auf den Lippen…

In stillen oder unbeobachten Momenten rollen dann auch schon mal die Tränen, denn das Unglück, die Trauer, der Schmerz, das Mitleid sind eben da und finden dann auch ihr Ventil.

Zumeist werden diese Menschen, die mit einem Kranken, Verletzten oder Behinderten leiden, übersehen, kaum wahrgenommen.
Genesungswünsche, Aufmunterungen, kleine Aufmerksamkeiten in Form von Blumen, Postkarten, Briefen, Besuchen, etc. erhält in der Regel der unmittelbar Betroffene – das Opfer.

Der sich aufopfernde Begleiter jedoch, geht zumeist leer aus und muss sich selbst motivieren, bei der Stange zu bleiben.
Die beständige Auseinandersetzung mit der Situation bindet aber auch Energie, Aufmerksamkeit, Lebenskraft. Anderes bleibt auf der Strecke…

Er sieht das Leid, er fühlt die Schmerzen, er teilt die Perspektivlosigkeit, die manche Krankheit, manches Leiden, mancher Unfall mit sich bringen. Er sorgt sich pausenlos. Kann oft an nichts anderes mehr denken, verliert vielleicht den Schlaf, Hoffnung, Zuversicht. Macht sich Vorwürfe, er könnte ja noch mehr leisten. Er kümmert sich und verkümmert selbst…

Er spürt die Veränderungen, er erlebt den „neuen“ Alltag, er muss vielleicht mit ansehen, wie ein geliebter Mensch zornig, ängstlich, traurig, aggressiv, verletzt, hoffnungslos ist oder sich verloren fühlt. Gleichzeitig verliert er sich selbst, spürt die eigenen Veränderungen, verliert Lebensqualität, Hobbies, Freunde, lieb gewonnene Gewohnheiten, manchmal eben auch sich selbst.

Er ist es, der alles mit erlebt, er ist es, der all die Szenen, die Geschichten, die Situationen im Kopf hat und damit umzugehen hat. Bei Tag und bei der Nacht…

Er darf den Lebensmut nicht verlieren, muss stets die richtigen Worte finden, die richtigen Antworten geben, die richtigen Gesten zeigen.

Er trägt die Schuld, wenn es ihm nicht gelingt, er trägt die Verantwortung, wenn er nicht richtig handelt, er muss es aushalten, wenn ein geliebter Mensch wegen seinem Unvermögen, seinem Streß, seinem fehlerhaften Tun, seiner schwindenden Kraft noch mehr leidet. Dann ist ihm nur noch nach schreien…

Wenn der Angehörige es nicht mehr verkraftet, wenn der Pflegende es nicht mehr schafft, wenn er die Situation nicht mehr aushält, wenn er den Geschehnissen nicht mehr gewachsen ist, wenn er mit all dem überfordert ist, was dann?

Du kennst so jemanden?

Steh ihm BITTE bei! Mach ihm Mut! Sei da für ihn! Zeige ihm Deine Fürsorge. Rede mit ihm. Lasse ihn spüren: Er ist nicht allein! Danke.

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