Ritalin als Droge?

Doping in Deutschland

Doping im Sport ist verpönt. Wird einerseits gesellschaftlich geächtet und andererseits als normal betrachtet. „Ohne geht es doch gar nicht mehr.“, hört man immer mal wieder. Der Hochleistungssport nutzt Doping um sich immer wieder selbst zu übertreffen. Gerade im Fahrradsport werden die benötigten Leistungen ohne Doping schier unmöglich. Wer nicht dopt, fällt zurück und kann an der Weltspitze nicht mehr mithalten.

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft

Und im Alltag? Wird hier auch gedopt?

Es ist erschreckend. Neben Kaffee- und Zigaretten-Konsum wird auch mit Anabolika nachgeholfen. Dabei spielt auch Ritalin eine Rolle.

Nach einer Studie von Mainzer Wissenschaftlern nutzt jeder 5. Student leistungssteigernde Substanzen. Darunter Koffein-Tabletten, Medikamente wie Amphetamine und auch Ritalin. Eigentlich für Kinder mit ADHS gedacht, die sich damit besser konzentrieren können.

Nicht nur Studenten dopen

Der Hobby-Sportler schluckt und spritzt was das Zeug hält. Das Robert-Koch-Institut hat 2011 ermittelt, dass 23% der Männer nachhelfen. Anabolika oder Wachstumshormone werden hier gerne genommen. Ehrlich fit werden ist out – das geht einfach zu langsam. Wer IN sein will, muss fit aussehen, Bärenkräfte haben, Ausdauer beweisen und das am besten gleich am nächsten Tag.

Der Weg aus dem Stress führt in die Sucht

Das Resultat: 1,5 Millionen Menschen sind in Deutschland tablettensüchtig. Eine weitere Million ist suchtgefährdet. Zwei Drittel davon sind Frauen!

Hierfür ist oft Überforderung, Stress im Alltag die Ursache. Job, Arbeit, Familie fordern höchste Leistungen und lassen den Schlaf immer unruhiger werden. Dann der Griff zur Schlaftablette, oft genug der Einstieg…

Grenzen überwinden

Der Mensch hat schon immer gedopt. Seine eigenen Unzulänglichkeiten hat er bereits vor Urzeiten mit technischen Hilfsmitteln überwunden. Heute werden die gegebenen Grenzen mit entsprechenden Substanzen überwunden, damit die Uni-Prüfung nicht zu hart wird, das Vorstellungsgespräch erfolgreich verläuft, die Schmerzen überstanden werden können, der Job überhaupt noch zu bewerkstelligen ist.

Schwäche darf man heute nicht mehr zeigen. Pausen sind nicht mehr willkommen, obwohl die wohl das beste Doping-Mittel wären.

Immer höher, schneller, weiter – da enden irgendwann die eigenen Mitteln – aber das Umfeld hat andere Erwartungen. Also, welcher Weg bleibt?

Das Zeichen erkennen

Aber wenn man bereit ist eine Pille einzuwerfen, solte das als Zeichen erkannt werden: „Da läuft etwas schief!“

Dann ist eine Grenze erreicht, die man nicht überschreiten sollte. Es gibt andere Wege der Leistungssteigerung! Oder man sollte sich eingestehen, dass das gesteckte Ziel zu hoch ist. Die Gesundheit ist wichtiger als Erfolg, der vermeintlich alles bedeutet. Ohne Gesundheit ist alles nichts!

Besorgnis erzeugt die Beschaffung

Es ist besorgniserregend wie leicht wir heute an verschreibungspflichtige Medikamente, wie z. B. das Ritalin kommen. Dank des Internets und einiger Pharma-Unternehmen ist das kein Problem – es wird offen geworben.

Aber Ritalin ist gefährlich! Es kann wie eine Droge wirken und abhängig machen. Und das heißt, man benötigt immer mehr um die gleoiche Wirkung zu erzielen. Dann reicht es nicht mehr und man braucht stärkere Mittel wie Heroin oder Ecstasy.

Einstieg in die harte Drogenwelt

Ritalin oder auch schon sehr hoher Kaffeekonsum können als Einstiegsdroge fungieren und plötzlich ist man dabei. Und mit Ritalin kann beispielsweise der Kreislauf beginnen: Stress beiseite schieben, Depressionen, Angstzustände,Schlaflosigkeit kommen, Schlaftablette dagegen, Antidepressiva, mehr Ritalin, Aggressionen kommen…

Ruhe und Pause

Dabei kann es so einfach sein. Gönnen Sie sich auch mal eine Pause. Genießen Sie die Ruhe, die Sie sich nehmen. Energie tanken, Entspannen, spazieren gehen – in der Natur verweilen. Sie gibt uns so viel, wenn wir bereit sind es wahrzunehmen.

Folgen wir nicht dem Kreislauf, der Spirale, die nur in eine Richtung zeigt. Folgen wir der Sonne 🙂

Quelle: Internet und www.SWR3.de

Weiterführende Infos: http://www.swr3.de/info/magazin/schwerpunkt-doping/-/id=2002680/11xaf/index.html

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