Vertrauen in Lebensmittel (Teil 2 von 3)

Teil 2 – die Sicht von foodwatch: „Lobbyverein verfälscht eigene Studienergebnisse“

Das soll ja schon mal vorkommen.

Bei vielen Gelegenheiten bekunden aufgeschlossene, interessierte Menschen, dass sie mehr wissen wollen!

foodwatch schreibt: „…ob es um Herkunftsangaben geht oder um den Einsatz von Agrargentechnik: Die Menschen wünschen sich mehr Informationen über Lebensmittel. So hat es eine ganze Reihe von Umfragen ermittelt. Da überraschte eine neue Studie, veröffentlicht vom Lobbyverein „Die Lebensmittelwirtschaft“: Demnach fordert eine große Mehrheit der Verbraucher „keine zusätzlichen oder umfangreicheren Informationen aktiv ein“. Vorhandene Informationen nutzten sie zudem „nicht oder kaum“. Fazit der Branchenlobbyisten: Die ganze Debatte um mehr Transparenz gehe an den Menschen völlig vorbei.

Sind Sie auch so verblüfft wie wir es waren, als wir diese Analyse lasen? Die Aufklärung: Der Verein „Die Lebensmittelwirtschaft“ hat die Ergebnisse der Studie in seiner Pressemitteilung ähnlich geschönt wie mancher Hersteller den Zuckergehalt seiner Frühstücksflocken.“

Die Transparenz bei Lebensmittel-Kennzeichnungen bietet immer wieder Anlass zu Diskussionen.

 

Die Lebensmittelwirtschaft.org hat eine Studie zu diesem Thema erstellen lassen und veröffentlicht. Weshalb die das gemacht hat, kann man an der Begrifflichkeit „Reputationsstudie“ erkennen. Und die Fragen sowie die Zusammenstellung der Fragen sind geschickt gestaltet worden.

Denn die Ergebnisse sind je nach Zielsetzung einfach zu interpretieren bzw. einfach für verschiedene Argumentationslinien zu nutzen. Wenn man eine Reputation von dieser Umfrage erwartet, wird man daher die Ergebnisse entsprechend darstellen. Man muss ja nicht alles sagen… nur das Wesentliche 😉

Lesen Sie hier die Meinung von foodwatch zur Interpretationsidee von Der Lebensmittelwirtschaft:

Lobbyverein verfälscht eigene Studienergebnisse | foodwatch.



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